Mein Traum- Canada- erfüllt sich endlich..., denn, welchen Sinn haben Träume, wenn wir keinen einzigen wahrmachen-

 16.7. - 3.8. 2006- 19 Tage - Alberta und BC -

3500- km durch die Wildnis Canadas- 10 Campingplätze- mit Zelt- 7 Personen- 1 Guide - 3 Kisten mit Essen und Geschirr- Kocher und Gasflasche- unsere Reisetaschen- alles im Kleinbus mit Klimananlage..

 

Am 16.7.- startete die Air Transat - um 19 Uhr von Frankfurt bei strahlendem Sonnenschein zu einem 10 stündigem Flug und 10.000 km. Ich flog nach Canada, ich sass endlich im Flugzeug, und hatte mich so gut vorbereitet: Englischkurs besucht-Treckingsachen gekauft, Bücher über Canada gelesen usw...20.45 Uhr landen wir in Calgary, nur eine Stunde langsamer, als die Erde sich dreht. Die Sicht auf Grönland war phantastisch.

17.7.- nach einer kurzen Stadtrundfahrt durch - Calgary -1040 mtr hoch, fahren wir 

...in Richtung - Rocky Mountains-, die höchste Gebirgskette der Kordilleren- 1550 km breit.

In Alberta, im Banff-NP, demSchönsten und Ältesten in Canada, zirka 160 km Fahrt - schlagen wir für 2 Nächte unsere Zelte auf. Der Campcround ist tief im Wald, jeder Platz hat eine Feuerstelle, Tische und Bänke. Es gibt Wassertoiletten und Trinkwasser. Zum ersten mal bau ich mein Zelt auf, erst ein bischen langsam, aber bald schaffte ich es in 10 Min.

Sauberkeit auf den Campingplätzen ist sehr wichtig, denn Bären haben immer Hunger. Sie kommen wieder und werden erschossen, der Menschen Dummheit. Keine Nahrung, Süssigkeiten, Waschbeutel, also alles, was riecht, bleibt im Auto.

Es ist sehr heiss, aber wir wandern 4 km steil hoch zum C-Level-Cirque- in den Cascade Mountains. Zwei Frauen aus unserer Gruppe schleichen da hinauf, sie sind keine Wanderer, es ist belastend für den Rest der Gruppe, obwohl wir wussten, dass gewandert wird. Nun sehe ich zum ersten Mal, oben angekommen, diese Weiten, diese herrliche Natur, diese hohen Berge Canadas, ich bin überwältigt.

Wir haben einen herrlichen Blick über den Lake Minnewanga und die Berge.

18.7.-Es ist kühl und regnet. 9 Uhr fahren wir heute 150 km über den Kicking Horse Pass 1627 mtr - in den Yoho NP, bedeutet auf indianisch - schön - . Das Wetter ändert sich, die Sonne kommt, Tracks beherrschen den Hwy und der Bow-River leuchtet richtig - blau,

Zum Takkakaw-Falls fährt man die kurvenreiche Valley-Road hinauf, eine 13 km lange Stichstrasse. Grosse Autos müssen rückwärts den Berg runter fahren, wegen einer steilen, engen Kurve. Der zweitgrösste Wasserfall Canadas stürzt hier 384 mtr in den Yoho- River.

^Der Emerald-Lake - Märchenauge, Smaragdsee, Edelstein, wie auch immer, ist eine Augenweite. Das segmentgefärbte Wasser der President Range färbt den See smaragdgrün. Eingerahmt wird er vom Michael Peak 2696 mtr und dem Mt. Burgess 2583. Auf dem 5 km langen Wanderweg um den See sieht man schöne Hütten. Dort wäre ich gern länger geblieben, aber mit einer Gruppe geht alles viel zu schnell.

Auf der Rückfahrt zum Campingplatz fahren wir am Mt Temple, 3363 mtr vorbei -, es ist der Höchste in der Nähe von Lake Louise und der Dritthöchste im Banff-NP.

Die Natural-Bridge am Kicking Horse River- das Wasser hat sich hier schäumend durch einen engen Spalt gebohrt.

Der Yoho-River ist milchweiss - der Kicking Horse -glasklar. Zum einen ist es Schmelzwasser des Waputik- Icefields und zum anderen ist das Wasser schon durch viele Seen geflossen. Sedimenthaltiges Schmelzwasser färbt das Wasser -bläulich.

Der Upper- Spiraltunnel der Canadian Pacifik Railway wurde 1909 mit grossem Aufwand in den Berg getrieben. Eine 992 lange Gleisspirale mit einer Kurvenkrümmung von 299°- wird überwunden und 5 schwere Loks ziehen 100 Waggons. Tja und leider kam gerade kein Zug, deshalb kein Foto, schade.

 

Lake Louise- liegt auf einer Höhe von 1731 mtr. am Transcanada Hwy. Am See hat man einen wunderschönen Blick auf den dahinter liegenden Mt Victoria 3459 mtr. Seine Sedimente schwimmen im Wasser und reflektieren ihr grünes und blaues Spektrum. Der Lake Louise wird als - Juwel der Rockys - bezeichnet. Hier begann die Wanderbewegung in den Rockys.

 

Wir fahren noch am Hausberg Banff`s vorbei, dem Mount Rundle 2949 mtr und einem kurzen Abstecher in Banff, 1338 mtr hoch, dieser gemütlichen Kleinstadt im Tal des Bow-River.

19.7.-Heute heisst es zeitig aufstehen, Zeltabbau, Frühstück. Allen Müll schön in die stabilen Kästen und wir verlassen den Campcround im tiefen, schönen Wald.

Das für mich beeindruckendste -Wunder der Natur- ist der - Moraine -Lake. Er liegt in einer Höhe von 1890 mtr, im Tal der 10 Gipfel- Valley of the Ten Peaks - verewigt auf der alten 20 Dollar Banknote. Die Felsbarriere eines Felssturzes verhindert das Ablaufen dieses - Märchenauges-. Ich könnte dort stundenlang sitzen und geniessen, aber mit einer Gruppe geht so eine Reise leider im Schnelldurchlauf... Musikaufnahmen an diesem Tag, mit einem Sänger geben diesem Fleckchen ein besonderes Flair.

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Wir verlassen nun den Banff-NP und fahren durch den Yoho-NP, was den Cree-Indianern - Ehrfurcht und Bewunderung- bedeutet. Es ist ein kleiner Park voller Schönheiten mit hohen Wasserfällen, smaragdgrünen Gletscherseen, schneebedeckten Bergspitzen und tiefen, schönen Wäldern.

Nun fahren wir über den Roger Pass 1330 mtr in den Glacier NP. Aus Mountain -Time wird Pazifik-Time. Also wir bekommen eine Stunde geschenkt, aber geraten leider auch in eine Polizeikontrolle, unser Guide zahlt 200 Dollar Strafe, weil das Fahrtenbuch nicht ordnungsgemäss geschrieben ist..., wir haben viel PAUSE. Der höchste Berg in diesem schönen Park ist der Mount Sir Donald 3297 mtr.

Im kleinen Revelstoke NP bestaune ich riesige Rotcedern und um 800 Jahre alte Hemlocktannen, welche selbst riesige Waldbrände nicht zerstörten. Auf Holzwegen kann man durch diesen Trail gehen.

Dazwischen wächst überall die Rote Beeren Pflanze -Devils Club, auch Igelkraftwurz genannt. Ins deutsche übersetzt heisst sie - schreckliche Waffe-, denn die giftigen Dornen erzeugen schmerzhafte Wunden.

Hinter Revelstoke NP gehen wir durch ein Sumpfgebiet - Cabage-Trail- da wächst dieser stinkende Kohl. Blüten und Saft sondern einen unangenehmen Geruch ab, komisch, aber dieser Gestank zieht die Insekten an...

Es geht weiter Richtung Kamloops, aber auf dem HWY ist ein schwerer Unfall, km langer Stau - wir fahren zur Stunk Cabage zurück und kochen auf dem schönen Rastplatz in einem Häuschen. Es regnet leicht und wird kühl. Es ist schon spät und wir sind ziemlich kaputt.

Sehr spät in der Nacht kommen wir auf einem Campingplatz, direkt neben dem Hwy an. Im Scheinwerferlicht bauen wir unsere Zelte auf. Man meint, die Tracks fahren gleich auf den Platz, aber ich schlafe gut.

20.7.-

Morgens scheint wieder die Sonne und der Campingplatz ist gar nicht schlecht, hat sogar Duschen. Wir fahren am Adamo - River entlang, dem Anbaugebiet für das gesamte Obst Canadas, durch das schöne -Thompson Okanagantal - , vorbei an vielen Holzfabriken. Die Vegetation hier ist richtiges Wüstenklima, es ist die heisseste Gegend Canadas. In Kamloops treffen der TCH -Hwy und der Yellowhead-Hwy 5 zusammen. Hier fliesst der Thompson River. Vorbei geht es am schönen, Kamloops- Lake. Hier wurde der Film:- Ein ungezähmtes Leben -, gedreht.

Ein Polizeistop kostet, wegen zu schnellem Fahren und Pause nicht im Fahrtenbuch eingetragen -450 Dollar. Wir stehen ewig auf der Strasse in dieser höllischen Hitze, es ist beängstigend. Im Auto ist jetzt Funkstille. Ich schlage vor, für unseren Guide ein bischen Geld zu sammeln und alle sind einverstanden.

Auf dem Hwy 97 fahren wir endlich weiter - zum 108 Mile House durch das Cariboo-Chilcotin Coast. Die Häuser befanden sich auf dem Trail der Goldsucher und bekamen die Nummern, entsprechend ihrer Distanz.

Der Campingplatz für eine Nacht bei Williams-Lake, deutsche Rancher, hat Pferde, schöne Weiten ringsherum, aber Vorscht, es gibt Schlangen. Es ist sehr heiss.

Es ist beruhigend und erholsam in dieser Natur, nur leider geht es schon bald  wieder weiter. Larry, unser Guide vewöhnt uns immer mit leckerem Essen.

21.7.-In Williams-Lake helfen wir beim Einkaufen unserer Lebensmittel und erleben den Krach und die Hektik der Stadt. Die Verkäuferin packt alles selbst in Ruhe in die Tüte, toller Service...Aber nix wie weg hier, wieder in die schöne Wildnis.

Wir biegen nun auf den Chilkotin Hwy-20 - Richtung Bella Coola ab. Der-Farwell Canyon- inmitten des Alkali Reservat, ist mit seinem Chilkotin-River, welcher zum 84 km entfernten Chilko-Lake fliesst, eine Wahnsinnslandschaft. Es erinnert mit seinen Sandsteinformationen an die Halbwüsten des amerikanischen Südwestens.

Hier ist es sehr heiss..., es gibt sogar Klapperschlangen habe aber keine gesehen....

Alle 2 Minuten kommt ein grosser Track mit Holz über die Brücke gedonnert, ich staune, wird hier alles abgeholzt???

Im Bull Canyon Provincialpark- am schönen Chilcotin-River, geniessen wir eine kleine Pause. Mir gefallen diese Zäune und erfrischendes Wasser aus dem Brunnen.

Die Fahrt geht weiter und in der Ferne sehe ich schon majestätisch die herrlichen Coast Mountains, ein wunderschöner Anblick. Doch vorher stop am - Stewart Nimpo Lake-, es liegt schon in der Nähe des Tweedsmuir Provincial Parkes. Mit dem Wasserflugzeug - 1 Stunde 110 KD, fliege ich in Richtung Coast Mountains zu den Mount Monarch Icefields 3533 mtr.

Auf diesem Foto erkennt man deutlich das traurige schmelzen der Gletscher.

Zwischen den Gletschern sind überall türkisfarbene Seen.

Die Hunlen Falls, die dritthöchsten Canadas, am Nordufer des Turner-Lakes stürzen 305 mtr in die Tiefe

Unser Ziel heute für eine Nacht ist -Anahim Lake -. Der Platz liegt direkt am See. Zum Glück gibt es dort eine schöne Hütte, sonst würden wir es vor Mücken nicht aushalten. Wir können  kochen und unsere Akkus aufladen. Es ist gemütlich und wir trinken ein Canadian Beer. Der Sonnenuntergang ist wieder phantastisch. Für den nächsten Tag war eine grosse Bergtour geplant. Leider fiel sie aber aus, wegen der grossen Hitze, so schade...

22.7.- Heute früh fahren wir Richtung Tweedsmuirgebirge und sehen in der Ferne die Regenbogenkette ( Rainbow Range). Das Wetter ist wie immer, traumhaft, fast zu heiss.

Im Tweedsmuirgebirge machen wir eine Wanderung, tief im Wald, - am Baby Grand Canyon-.

Alsbald geht die Fahrt weiter über den berüchtigten - Heckman- Pass- 1523 mtr mit 18 % Gefälle. Die Piste ist unbefestigt, steil, hat viele Kurven und führt durch den Tweedsmuir Provincialpark. Bei Regen sehr gefährlich zu fahren. Wir halten den Atem an, haben Angst.

Unten glücklich angekommen, unternehmen wir noch eine grosse Wanderung im Tweedsmuir PP. Da steht sogar eine verfallene Hütte, wer hat da wohl gewohnt, wow, aber wir nehmen ein eiskaltes, erquickendes Bad.

In -Hagensborg -auf einem wunderschönen Campingplatz, eingerahmt von hohen Bergen, bei Familie Gnomes, Deutsch, 1954 ausgewandert, bleiben wir 2 Nächte.

Spät abends fahren wir noch 50 km zu einem Fluss und wollen Bären beobachten, aber leider ist die Strasse dorthin gesperrt, weil ein Bär den Campingplatz dort unsicher macht. Dafür erleben wir einen schönen Sonnenuntergang - kleiner Trost...

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